Im Streit um die Preiserhöhung beim städtischen Zoo ruft auch der zweite Vorschlag der Stadtverwaltung bei der SPD Kritik hervor. „Der neue Vorschlag ist auch diesmal alles andere als sozialverträglich. Unterm Strich bleibt es dabei: Für fast alle wird es deutlich teurer“, ärgert sich der zoopolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Durst.

„Natürlich können wir nachvollziehen, dass Preisstrukturen angepasst werden müssen – aber dies muss sozialverträglich geschehen! Wenn beispielweise die Preise für Erwachsene steigen, müssen dementsprechend die Preise für Kinder – und zwar bis zum 18. Lebensjahr – schrittweise auf 2 Euro sinken.“ Das Ziel müsse laut Durst eine soziale Preisstruktur sein, die ein möglichst breites Publikum anspricht.

Zudem forderte die SPD-Fraktion, dass die Mittel dem Zoo und den Tieren zu Gute kommen müssten und nicht dazu genutzt werden dürften, Haushaltslöcher zu stopfen. Der Zuschuss der Stadt für den Zoo solle daher mindestens für die nächsten fünf Jahre zugesichert werden. Doch auch dieser Vorschlag fand im Zoo-Ausschuss keine Mehrheit. Durst hofft dennoch auf mehr Unterstützung: „Wir haben in Saarbrücken einen wirklich schönen Zoo. Dieser braucht nicht nur eine solide Finanzierung und glückliche Tiere. Er muss auch allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen – egal wie schwer das Portemonnaie ist.“ Die Verwaltung stellt ihren neuen Vorschlag für die Zoo-Preise am 15.12. im Stadtrat zur Abstimmung.