„In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Personenschifffahrt auf der Saar zu einem wichtigen Bestandteil des saarländischen Tourismus geworden. Dazu zählt auch die grenzüberschreitende Schifffahrt insbesondere von Saarbrücken nach Saargemünd. Diese ist für Saarländer*innen und Gäste gleichermaßen interessant. Allerdings sucht der bisherige Betreiber, Günter Emmer, altersbedingt seit längerem nach einer Nachfolge. Es wäre bedauerlich, wenn die Verbindung künftig nicht mehr zu Verfügung stehen könnte. Aber es besteht Hoffnung!“, so Britta Blau, Stadtverordnete der SPD. Denn mittlerweile gebe es am Kauf interessierte, die das Unternehmen gerne weiterbetreiben möchten. Was sie noch zurückhalte, sei die Angst, ob das Geschäft – bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – zukünftig noch rentabel ist. 

Wichtig sei es in diesem Kontext, der Personenschifffahrt auf der Saar neue Perspektiven zu eröffnen. Hierzu ist man bereits im Austausch mit dem Land: „Wir hoffen, dass seitens der Tourismusförderung des Landes etwas für die Personenschifffahrt getan werden kann und stehen mit den Verantwortlichen in Verbindung. Um Anreize zu schaffen, sollte u.a. auch die vorhandene Infrastruktur erweitert werden. So wäre eine behindertengerechte Nutzung der Anlegestelle gegenüber des Weltkulturerbes Völklinger Hütte sinnvoll, um neuen Schwung in die Sache zu bringen“, erklärt Willi Edelbluth, Stadtverordneter der Linken.

Beide Fraktionen wollen zur Förderung der grenzüberschreitenden Schifffahrt auf Saar und Mosel gemeinsam entsprechende Anträge auf Unterstützung bei EVTZ und Quattropole stellen. Blau und Edelbluth wollen sich darüber hinaus auch dafür einsetzen, dass die Gastronomie auf den Schiffen in Corona-Zeiten, die gleiche Förderung und Unterstützung erhält wie die Gastronomie an Land. Die beiden Stadtverordneten sich einig: „Das würde den Betreibern eine weitere Perspektive für die Zukunft und den Ausbau ihres Unternehmens eröffnen.“