„Statt sich der Verantwortung zu stellen, zeigt Jamaika der Saarbrücker Gastronomie die kalte Schulter.“ Mit klaren Worten kritisiert der SPD-Stadtverordnete Sascha Haas den im Stadtrat beschlossenen Antrag der Grünen. An Stelle von schneller und konkreter Hilfen für die Saarbrücker Gastronomie, wie es die SPD vorgeschlagen hat, sehe dieser lediglich vor, dass sich das Land einen Runden Tisch einberufen solle, um sich mit den Kommunen und Vertretern der Gastronomie auf gemeinsame Vorhaben zu einigen.

Haas: „Das ist keine Hilfe, das ist ein Armutszeugnis! Statt selbst Verantwortung zu übernehmen, schiebt Jamaika diese nun auf Landesebene ab. Mit Arbeitskreisen rettet man aber keine Gastronomen, die am Rande der Existenz stehen.“ Dafür brauche man konkrete und vor allem schnelle Unterstützungsmaßnahmen, die aber von der Ratsmehrheit abgelehnt wurden.

Der Vorschlag der SPD sah neben einer vorübergehenden Aufhebung des Verbotes von Heizpilzen auch direkte finanzielle Hilfen vor: „Wir fordern einen Erlass der Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie für dieses und nächstes Jahr! Eine Stundung hilft nicht, da der entgangene Umsatz ja nicht nachgeholt werden kann“, so Haas. Zugleich schlägt die SPD ein Förderprogramm vor, um Gastronomen dabei zu unterstützen, elektrobetriebene Heizpilze anzuschaffen, die mit Ökostrom betrieben werden können.

„Auch und gerade in der kalten Jahreszeit steht die Kneipen- und Restaurantkultur für Lebensfreude und trägt wesentlich zum Charme Saarbrückens bei. Statt auf andere zu zeigen, muss die Stadt alle Register ziehen, um gastronomischen Betrieben auch in der kalten Jahreszeit das Überleben zu sichern“, so Haas abschließend.