Liebe Genoss*innen,
derzeit erleben wir mit der Corona-Pandemie eine noch nie dagewesene Krise, die das öffentliche Leben in vielen Ländern auf der Welt zum Stillstand bringt oder es stark einschränkt. Auch bei uns in Deutschland und im Saarland musste die Regierung einschneidende Maßnahmen treffen, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Denn es darf nicht zu Situationen kommen, wie wir sie derzeit in Italien oder anderen europäischen Ländern erleben.

Wir alle merken gerade, wie sich unser eingespielter Alltag unter den Maßnahmen verändert. Es ist nichts mehr so wie zuvor. Viele verrichten ihre Arbeit in Telearbeit, Bildungseinrichtungen wurden vorübergehend geschlossen, der Einzelhandel musste bis auf lebensnotwendige Geschäfte schließen und Freizeitaktivitäten in Schwimmbädern, Fitnessstudios und sonstigen Einrichtungen sind nicht mehr möglich. Auch uns treffen die Maßnahmen hart.

Wir dürfen derzeit ebenfalls keine Veranstaltungen, Sitzungen und Feste durchführen. Deswegen haben bereits in den vergangenen Tagen alle Wohnbezirksgruppen, Quartiersteams, Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften alle Veranstaltungen abgesagt. Auch der Vorstand darf nicht tagen. Desweiteren steht der SPD-Laden derzeit nicht für Veranstaltungen zur Verfügung. Auch nicht für Anfragen von Dritten oder Genoss*innen als Privatpersonen. Diese Regelung gilt erst einmal unbefristet und ist abhängig von den weiteren Entscheidungen der Landesregierung. Auch unser geplantes Mitgliederfest mit Jubilarehrung müssen wir aufschieben.

Das stellt auch uns vor größere Herausforderungen. Denn die politische Arbeit ist damit stark eingeschränkt. Nicht nur im Ortsverein selbst, sondern auch in den kommunalen Gremien.

Die können derzeit nicht in gewohnter Form tagen. So sind beim Stadtrat alle Ausschusssitzungen und Stadtratssitzungen abgesagt worden. Es trifft sich lediglich ein Abwesenheitsausschuss mit nur 15 Mitgliedern, die die dringendsten Entscheidungen beraten. Viele Aufgaben des Rates wurden auf den Oberbürgermeister übertragen. Das ist auch wichtig, damit die Landeshauptstadt in dieser schwierigen Situation arbeitsfähig bleibt.

Wie ihr merkt, sind wir alle derzeit in unterschiedlicher Weise von der Krise betroffen. Ich bitte Euch daher um Verständnis, dass derzeit das Ortsvereinsleben auf das Minimum reduziert werden muss und es jetzt erst einmal ruhiger wird. Auch das St. Johanner Info können wir momentan nicht produzieren und versenden. Gerne halten wir Euch per Mail auf dem Laufenden. Bitte teilt uns einfach Eure Mailadresse mit, indem Ihr uns eine Mail an ortsverein@spd-sankt-johann.de schickt. Aktuelle Informationen findet Ihr natürlich auch auf unserer Webseite www.spd-sankt-johann.de oder auf unserer Facebookseite. Natürlich erreicht Ihr den Vorsitzenden Sascha Haas auch per Telefon.

Wir möchten unser Schreiben an Euch mit der Bitte verknüpfen zu Hause zu bleiben und Euch an die getroffenen Regelungen zum Gesundheitsschutz zu halten. Es geht um Eure Gesundheit und die Eurer Mitmenschen. Wenn wir uns alle an die Regeln halten, können wir unseren Beitrag dazu leisten, dass die Krise schneller überwunden werden kann.  Das ist gelebte Solidarität!

Gerne machen wir auch auf die Nachbarschaftshilfe Saarland aufmerksam, die von den Jusos Saar initiiert wurde. Sie hilft Menschen, die momentan nicht selbst einkaufen gehen können, weil sie z.B. zu den Risikogruppen gehören. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr unter www.nh-saarland.de oder 0160/90579293.

Danken möchten wir an dieser Stelle auch allen Genoss*innen, die sich derzeit in den unterschiedlichsten Initiativen und Organisationen für hilfebedürftige Menschen einsetzen. Euer Engagement ist von unschätzbarem Wert!

Leider können wir diesen Vorstandsbrief nicht wie geplant per Post versenden. Wir bitten Euch daher die Informationen an die Genoss*innen weiterzugeben, die über keine Mailadresse verfügen.

Bleibt gesund und bis hoffentlich bald!

Mit solidarischen Grüßen

Sascha Haas, Vorsitzender
Christine Jung, stellv. Vorsitzende
Simon Musekamp, stellv. Vorsitzende